Erfahren Sie in diesem Video-Tutorial wie ein Neubaugebiet im oberschwäbischen Schlier klimaneutral versorgt wird. Dieses Energiekonzept ist eine Blaupause, die leicht auf andere Neubaugebiete übertragen werden kann.

Ganzheitliches Energiekonzept

Das sektorenübergreifende Energiekonzept stammt von dem Ingenieurs- und Innovationsbüro schäffler sinnogy und dem Planungsbüro Roland Reiter. Während Solarstromanlagen den Strom liefern sollen, sieht das Konzept für die Wärmeversorgung ein kaltes Nahwärmenetz mit zentralen Erdsondenfeldern und dezentralen Sole-Wasser-Wärmepumpen vor. Außerdem soll der Quartiersversorger für die Einfamilienhäuser sowie in den Tiefgaragen der Mehrfamilienhäuser Ladesäulen für Elektrofahrzeuge anbieten und den Eigenverbrauch durch Batteriespeicher, eine digitale Vernetzung und intelligente Steuerung aller Anlagen optimieren.

Wirtschaftlich auch ohne EEG-Vergütung

Die Bauherren werden verpflichtet, ihre Dächer an den Versorger zu verpachten, der sämtliche Anlagen betreibt und die Haushalte mit Strom und Wärme versorgt. Für die Finanzierung will die Gemeinde einen Förderantrag über das BAFA-Programm Wärmenetze 4.0 stellen, mit dem auch die Solarstromanlagen und die Batteriespeicher mit bis zu 40 Prozent unterstützt werden. Dadurch kommt das Neubaugebiet als eines der ersten ohne EEG-Vergütung aus.

Blaupause für andere Kommunen

„Wir freuen uns über dieses visionäre Projekt und sind sehr stolz, dass der Gemeinderat das Vorhaben einstimmig unterstützt“, sagt Bürgermeisterin Katja Liebmann. Dr. Harald Schäffler, Geschäftsführer von schäffler sinnogy, ergänzt: „Unser Energiekonzept ist eine Blaupause, die leicht auf andere Neubaugebiete übertragen werden kann. Wir sind davon überzeugt, dass jedes Neubaugebiet bei dauerhaft stabilen Strompreisen klimaneutral gestaltet werden kann.“ Wie das geht erfahren Sie in diesem Video-Tutorial im Kurs-Bereich der ekademie.

Bild: Gemeinde Schlier